Mitmachprojekt! - talk.show.myblog.de
  Startseite
    [Strahlend]Weiß.
    [Neutral]Gelb.
    [Himmel] Blau.
    [Gift]Grün.
    [Zart]Bordeaux.
    [Small-]Talk.
    Phrasen.
    Vom Leben gelernt:
    Neu definiert.
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Talk-Show.

http://myblog.de/sucht.kind

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Vom Leben gelernt:

... Menschen, die einen überreden wollen lassen sich nicht abwürgen. Egal wie.

Ich glaube dieses Phänomen kennt jeder : Man will etwas nicht tun, einsehen, lassen oder anfangen - und schwupps, wie hergezaubert ist er da - der Mensch, der einen trotzdem dazu überreden will. Warum ist jetzt mal dahingestellt. Ob er selbst daran Interesse hat, einem nur das Beste will oder Spaß daran anderer Leute Leben einen Sinn zu geben (der dann letztendlich darin besteht, sich den Vorschlägen dieser einen Person in regelmäßigen Abständen zu wiedersetzen) - eigentlich egal. Denn was sie alle eint ist dieses wunderbar penetrante Talent des Überredenwollens:
Beinahe unerschöpflich versuchen sie einem das Ding schmackhaft zu machen, zaubern da ,wo David Copperfield längst versagt hätte, immer weitere Argumente aus ihrem imaginären Zauberhut und sind mit einer ungeheuren Ausdauer bereit bis ans Äußerste ihre Vorschläge auszudiskutieren.
Dies alles mag ihnen in Ehren gehalten werden, aber in solchen Momenten ,wo diese Person (wahlweise Partner, Elternteil, Bekannter, Kumpel oder wer auch immer...) einen ungebeten mit allen Mitteln versucht zu überzeugen , mag man sie doch am liebsten grillen. Oder köpfen. Oder knebeln. Oder sonstwie foltern. Oder man mag einfach den Raum verlassen- der Phantasie sind bei diesen imaginären Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Und je nachdem wie genervt man ist kostet man diese Freiheit auch gerne aus. Vorallem dann, wenn man längst alles probiert hat, was einem je in den Sinn kam, um diese Person abzuwimmeln.
Doch wehrt man sich, fährt der Überredungskünstler größere Geschosse auf und die Diskusion geht genauso feucht fröhlich weiter. Stimmt man der Person aber zu, fühlt diese sich unterstützt und somit dazu animiert einem die Vorteile noch detailgetreuer dazulegen. Was also tun?
Eine der beste Methoden um ungebetene Überreder ruhig zu bekommen ist die, dass man garnichts mehr sagt, immer schön freundlich guckt und lächelt. Irgendwann wird sich der Überredungskünstler dann komisch vorkommen, weil er die ganze Zeit alleine spricht. Oder es besteht die Hoffnung, dass er den Faden verliert und dann von alleine auf ein neues Thema umschwenkt. In seltenen Fällen kann der Überreder dieses Verhalten aber auch als Ehrfurcht vor seiner Meinung deuten, was wiederum dazu führt, dass er sich unterstützt fühlt. Was daraus meist resultiert wurde bereits erwähnt.
Als aller letzte Möglichkeit und letzte Rettung gibt es dann noch immer das einfache Verlassen des Raumes - am besten unter dem Vorwand irgendwo hin zu müssen (Toilette, Küche, Garten,weil sich dort die Katze zu erhängen droht... was auch immer) in der Hoffnung, dass bei der Rückkehr das Thema vergessen ist - die Plausibilität der Entschuldigung und das verzeihende Lächeln dabei bitte nicht vergessen. Sonst fängt der Überreder gerne schon mal unter dem Vorwurf, dass man ja garnicht zuhören und sich für seine Vorschläge interessieren würde, bei der Rückkehr wieder von vorne mit seiner Argumentation an. Das wiederum ist nicht zu empfehlen. Nein. Nicht wirklich.
Sonst hätte ich den ganzen Sermonem hier nicht getippt.
Jucheißa! Ich mag mein Leben.
17.5.08 16:00


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung